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Berufsfeuerwehrtag 2009 in Hesseldorf E-Mail
Rund um die Uhr im harten Einsatz

Retten bis an die eigene Grenze


Mit unterschiedlichsten Übungsszenarien sahen sich die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehren aus Hesseldorf und Weilers am Wochenende beim „Berufsfeuerwehrtag“ konfrontiert. Die Jugendfeuerwarte hatten für die Jugendabteilungen der zwei „Talstadtteile“ erstmals eine 24-Stunden-Übung angesetzt, an der knapp zwei Dutzend Jugendliche teilnahmen.
Nicht wenige engagierte Helfer boten die beteiligten Wehren auf, um den „Dienstbetrieb“ und die vorbereiteten Einsatzübungen nach Fahrplan zu einem echten Erlebnis für die Nachwuchskräfte der zwei Wehren werden zu lassen. Zentrum des Ganzen war das Gerätehaus in Hesseldorf. Hier fanden die Schulungen in Einsatztaktik, sowie in Fahrzeug- und Gerätekunde statt. Somit begann es am Samstagmorgen erst einmal mit der Diensteinteilung. Alle 18 Jugendlichen wurden auf  vier Fahrzeuge eingeteilt. Auch der Posten des Gruppenführers wurde von der Jugend besetzt. Ihm stand natürlich ein erfahrener Erwachsener immer zur Seite.

So startete der Tag  für die Besatzung des TSF-W Weilers und dem MTW Hesseldorf mit einer Tierrettung an der nahe gelegenen Bracht. Ein ins Wasser geratenes Tier musste wieder an Land geholt werden. Zur gleichen Zeit beseitigte die zweite Gruppe eine Ölspur vor dem Hesseldorfer Sportplatz. Zurück auf der Wache mussten die Geräte wieder in Ordnung gebracht werden.

Eine Erste-Hilfe-Schulung durch zwei Kräfte des DRK der Ortsvereinigung Bad Orb wurde im Saal des Dorfgemeinschaftshauses abgehalten. Den jungen Brandschützer wurde gelernt wie man sich bei Verkehrsunfällen richtig verhält, wie man die stabile Seitenlage richtig anwendet und wie man Druckverbände richtig anlegt. Noch während die Jugendlichen das Verbandmaterial weg räumte ertönte wieder ein Notruf aus den Lautsprechern. „Brennt Pferdestall in Weilers“. Alle Fahrzeuge wurden besetzt um zur Einsatzstelle nach Weilers zu fahren. Doch hier stellte sich raus, es sich um einen böswilligen Fehlalarm handelt. Es war auf dem gesamten Gelände kein Feuerschein zu entdecken. So rückten die Einsatzkräfte wieder ab und konnten am Gerätehaus erstmal das Mittagessen einnehmen. Doch lange hielt die Pause nicht an. Ein Verkehrsunfall mit Beteiligung eines Radfahrers wurde gemeldet. Ein junges Mädchen hatte mit Ihrem Fahrrad einem PKW die Vorfahrt genommen, touchierte das Fahrzeug und blieb verletzt am Boden liegen. Die Jugendlichen sperrten die Einsatzstelle weiträumig ab und kümmerten sich um die Verletzten. Auch wurde an den Brandschutz gedacht.

Theorie darf bei einer 24 Stundenschicht natürlich auch nicht fehlen. Anhand eines Brandhauses wurden den Jugendlichen die Gefährlichkeit des Brandrauches erklärt. Ebenso lernten die Jugendlichen den Umgang mit Feuerlöschern und den verschiedenen Strahlrohren kennen. Ein abgestürzter Fallschirmspringer musste beim nächsten Einsatz aus seiner misslichen Lage gerettet werden. Zu einem Paralelleinsatz wurde die zweite Gruppe gerufen. Diesmal musste die Mannschaft einen verunfallten Waldarbeiter befreien.

Am frühen Abend hatten die Jugendlichen Zeit sich sportlich zu betätigen. Es wurde im großen Saal des Gemeinschaftshauses Völkerball gespielt. Ein weiterer Alarm schallte gegen 22.30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus aus den Lautsprechern. „Brennt Grillhütte am Festplatz“. Alle Jugendlichen sprangen rasch auf und fuhren zur Einsatzstelle. Dort brannte ein großer Stapel Paletten. Auch diese Aufgabe wurde mit Bravour gelöst. Zurück im Gerätehaus konnte man die Nachtruhe genießen. Doch wie man das von einer Berufsfeuerwehr kennt, hielt die Nachtruhe nicht lange an. Eine verwirrte Person musste in der Nähe der Grillhütte gesucht werden. Kurz vor Schichtende wurden die Einsatzkräfte noch zu einer Brandmeldeanlage gerufen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer positiven Bilanz war für alle Beteiligten klar: Das war zwar der erste Berufsfeuerwehrtag in Hesseldorf, aber mit Sicherheit nicht der letzte.
Neben Stadtjugendfeuerwehrwart Oliver Goy, der gemeinsam mit dem stellvertretenden Stadtbrandinspektor Otfried Werth den Berufsfeuerwehrtag eröffnete, hatten sich auch zahlreiche weitere Personen des öffentlichen Lebens am Samstag eingefunden. Darunter der Stadtrat Andreas Weiher, der Ortsvorsteher von Hesseldorf Otmar Müller mit dem gesamten Ortsbeirat aus Hesseldorf sowie der Ortsvorsteher aus Weilers Georg Jung.

 

Ein besonderer Dank geht an das DRK Bad Orb, die kurzfristig einspringen konnten und den Erste Hilfe-Unterricht übernommen haben!

 

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