Serie der Feuerwehr

Image


Teil 2 - Entwicklung der Feuerwehren und ihre  Alarmierung

Im ersten Teil der Serie drehte es sich um die Entstehung der Wächtersbacher Feuerwehren. In Teil 2 geht es um die aktuelle Entwicklung und die Alarmierung der Feuerwehren.

Die Anschaffung neuer Fahrzeuge bzw. neuer Ausrüstung ist nach wie vor ein aktuelles Thema, denn nach etwa 30 Jahren werden die Einsatzfahrzeuge ausgemustert, aber auch neue Fahrzeuge müssen beschafft werden, da sich Wächtersbach und seine 7 Stadt-teile immer weiter entwickeln. LF10-6-1 So wurden 1995 und '96 im Rahmen des Katastrophenschutz in Wächtersbach ein Gerätewagen Gefahrgut (GW-G) und ein Schlauchwagen (SW-2000) stationiert, 2004 löste das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) den 20 Jahre alten Rüstwagen (RW) und das gleichalte Löschfahrzeug (LF) 8 ab. 2007 wurde durch das Land Hessen ein alter Ford Transit durch einen Mercedes Sprinter ersetzt, der die Funktion als Gerätewagen Strahlenspürtrupp ab jetzt ausüben wird.
Ebenso geht auch die Entwicklung bei den Stadtteilen weiter, so wurde 2006 im Rahmen der Landesbeschaffungsmaßnahme das über 30 Jahre alte LF 8 aus Aufenau durch ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF) 10/6 ersetzt.

In Weilers wurde 2001 ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W) in Dienst genommen.
Aber auch die Feuerwehrvereine haben einiges zur Weiterentwicklung der Feuerwehren beigetragen. So wurden beispielsweise in Aufenau ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) und ein Gerätewagen (GW) und ein MTW in Weilers alleine mit Vereinsmitteln angeschafft.
Aber nicht nur die Fahrzeuge haben sich geändert, auch die Schutzausrüstung wurde immer weiter entwickelt. Heut zu Tage gehören Atemschutz, auch als Pressluftatmer bekannt, zum Standard. Diese werden im sogenannten Innenangriff bei Wohnungs- und Zimmerbränden eingesetzt. Sie dienen dazu, die eingesetzten Feuerwehrleute vor den giftigen Brandgasen zu schützen. Die Schutzkleidung wurde dementsprechend auch weiterentwickelt, so wurde der Innenangriff erst möglich, treten hier doch sehr hohe Temperaturen auf.

IMG_3990Aber die Entwicklung der Feuerwehren geht immer weiter; es gibt immer wieder neue Erkenntnisse in Bezug auf Fahrzeugtechnik, Ausrüstung, persönliche Schutzkleidung, aber auch im Bereich der Gerätehäuser.
So war der Um- und Anbau des Gerätehauses in Wächtersbach 2006 ein notwendiger Schritt. Damit wurden technische Neuerungen umgesetzt, die der Feuerwehr Wächtersbach den Alltag wesentlich erleichtern.
Aber auch der Einzug von Rettungsdienst und Polizei in das Sicherheitszentrum haben zu einer Verbesserung der Zusammenarbeit und ein besseres Miteinander der einzelnen Organisationen geführt.

Die Alarmierung der Feuerwehren - und auch des Rettungsdienstes - erfolgt durch die Leitstelle Main-Kinzig mit Sitz in Gelnhausen. Dort laufen alle Notrufe über die 112, aber auch Anfragen für Krankentransporte, ein und werden von den Disponenten bearbeitet.

Wenn zum Beispiel ein Notfall in Aufenau eintritt, wird durch den jeweiligen Disponenten über Funk eine Alarmsequenz ausgelöst. Je nach Alarmierungsgrund ist diese Sequenz unterschiedlich, so wird zum Beispiel zu einer Ölspur nur die Feuerwehr Aufenau alarmiert, zu einem Zimmerbrand zusätzlich noch die Feuerwehr Wächtersbach sowie ein Rettungswagen.
Durch diese Alarmsequenz werden sogenannte Funkmeldeempfänger, kurz Melder, ausgelöst. Der Melder informiert seinen Träger durch laute Piepstöne über den Alarm, zusätzlich ist noch die Durchsage über Funk der Leitstelle zu hören.
Die Funkmeldeempfänger sind etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel, allerdings gibt es von Hersteller zu Hersteller Unterschiede in Größe und Aussehen.
In einigen Städten und Gemeinden laufen auch noch Sirenen an, die so die Feuerwehrleute über einen Alarm informieren.
Zusätzlich bekommen noch die Führungskräfte der Feuerwehr Wächtersbach sowie die Wehrführer der alarmierten Feuerwehren eine SMS mit Informationen zum Einsatz.

Die alarmierten Feuerwehrmänner und -frauen begeben sich dann von ihrem jeweiligen Aufenthaltsort umgehend zum Gerätehaus und besetzten dort die Einsatzfahrzeuge.
Dabei kann es schon vorkommen, dass ein Mittagessen, ein Einkauf oder auch nachts der Schlaf abrupt unterbrochen wird.

In einigen Gerätehäusern geht, ausgelöst durch den Alarm, in den Fahrzeughallen und auf dem Hof das Licht an.

In diesem Zusammenhang soll noch einmal darauf hingewiesen werden, dass die Parkplätze an den Gerätehäusern für die Einsatzkräfte vorgesehen sind.

Im nächsten Teil der Serie geht es weiter mit den Vereinen der Feuerwehren sowie den Aufgaben der Feuerwehren.