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RTL hat vor einiger Zeit "Feuer und Flame - Einsatz für die Freiwilige Feuerwehr", eine Dokumentation über die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland, gedreht. Dazu wurde die Freiwillige Feuerwehr Lehrte einige Wochen lang von einer Videojournalistin begleitet (Siehe Pressebericht Feuerwehr Lehrte).
Natürlich gibt es Unterschiede zwischen der Feuerwehr Lehrte und der Feuerwehr Wächtersbach, aber in der Dokumentation wird allgemein die Arbeit der Feuerwehren anschaulich gezeigt. Dabei geht es nicht nur um Einsätze sondern auch um die Ausbildung, die geleistete ehrenamtliche Arbeit um Ausrüstung zu warten sowie die eine oder andere gemütliche kameradschaftliche Runde nach einem Einsatz oder Dienstabend.
Teil 4 - Ausbildung der Feuerwehrmänner und -frauen
In den ersten Teilen ging es um die Entstehung der Feuerwehren der Stadt Wächtersbach, ihre Aufgaben, die Feuerwehrvereine und die Aufgaben der Feuerwehr. Im 4. Teil der Serie geht es um die Ausbildung der Feuerwehrmänner und -frauen.
In den Freiwilligen Feuerwehren ist immer eine "bunte Mischung" an Mitgliedern vorhanden - Handwerker, Schüler, Studenten, Angestellte und andere Berufsbilder. Aus diesem Grund fängt die Laufbahn als Feuerwehrmann oder auch Feuerwehrfrau mit dem Grundlehrgang an. Durch den Grundlehrgang wird den Absolventen sowohl im theoretischen Unterricht aber natürlich auch in praktischen Übungen der "Alltag" des Feuerwehrmannes näher gebracht. Im theoretischen Unterricht werden neben den Rechten und Pflichten der Feuerwehrmänner und -frauen auch die feuerwehrtechnische Ausrüstung und ihre Funktion erklärt, aber auch ausgiebig Gefahren an der Einsatzstelle erläutert. In den praktischen Übungen wird das bisher erlernte dann umgesetzt.
Aufbauend auf diesem Lehrgang folgen dann der Sprechfunklehrgang, bei einer Fahrerlaubnis (B/C1/C) der Maschinistenlehrgang, aber auch der Lehrgang Atemschutz. Während im Maschinistenlehrgang die Bedienung der Feuerlöschpumpe und der anderen Geräte eines Löschfahrzeugs im Vordergrund stehen, geht es im Atemschutzlehrgang um den Umgang mit sogenannten umluftunabhängigen Atemschutzgeräten und darum, die Träger mit der dadurch verbundenen körperlichen Belastung vertraut zu machen. Umluftunabhängiger Atemschutz ist eine Kombination aus Druckluftflasche, Druckminderen, Schläuchen und einer Atemschutzmaske, über die der Atemschutzgeräteträger normale Luft aus der Druckluftflasche einatmet. Erst diese Atemschutzgeräte ermöglichen zum Beispiel einen erfolgreichen Innenangriff, da die Atemschutzgeräteträger so vor den giftigen Brandgasen geschützt werden. Aber Atemschutzgeräte kommen auch anderweitig zum Einsatz, zum Beispiel im Rahmen eines Gefahrguteinsatzes.
Teil 3 - Verein der Feuerwehr und Aufgaben der Feuerwehren
In den ersten beiden Teilen der Serie ging es über die Entstehung und Entwicklung der Feuerwehren der Stadt Wächtersbach, dreht sich der 2. Teil der Serie um den Verein der Feuerwehren sowie um die Aufgaben der Feuerwehren.
Neben jeder Freiwilligen Feuerwehr gibt es in Wächtersbach und allen Stadtteilen noch einen Verein der Feuerwehr. Zweck dieser Vereine ist es, das Feuerwehrwesen des jeweiligen Stadtteils zu fördern und die Interessen der einzelnen Abteilungen zu koordinieren. In der Satzung sind als Aufgaben der Brandschutz, aber auch Werbeveranstaltungen für den Feuerwehrgedanken genannt. Weiterhin unterstützen die Vereine die Einsatzabteilung, versuchen aber auch interessierte Bürger für die Feuerwehr zu gewinnen und leisten einen beachtlichen Teil an Öffentlichkeitsarbeit. So werden die Internetauftritte (Homepage) der einzelnen Feuerwehren durch die Vereine realisiert.
Die Vereine unterstützen die Feuerwehr bei Anschaffungen. So wurden in einigen Stadtteilen die Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF) durch den Feuerwehrverein angeschafft, in Wächtersbach wurde zum Beispiel im Rahmen des Um- und Anbau des Gerätehauses die neue Küche und die Theke durch den Verein finanziert. In Wächtersbach wurde die "Florian"-Hütte durch Vereinsmitglieder erbaut und wird durch den Verein verwaltet, in Hesseldorf hat der Verein der Feuerwehr ebenfalls eine eigene Grillhütte. Zusätzlich werden durch den Verein Ausflüge, Feiern und dergleichen organisiert. Auch während Veranstaltungen wie KinzigTal Total, Fasching oder ähnlichen Veranstaltungen werden durch die Vereine Speisen und Getränke an interessierte Bürger verkauft.
Hauptaugenmerk der Vereine ist nach wie vor, neue Mitglieder für die Einsatzabteilung zu gewinnen. Auch diese Serie über die Feuerwehr dient dazu, Interessenten für die Feuerwehr zu gewinnen. Allerdings können Sie die Feuerwehren auch indirekt unterstützen. Werden Sie förderndes Mitglied in dem Verein der jeweiligen Feuerwehr. Mit einem Jahresbeitrag von rund 10 € unterstützen Sie auch die Anschaffung von neuer Ausrüstung, Ausbildung und somit die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr. Weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie unter www.feuerwehr-waechtersbach.de -> Service -> Ansprechpartner
Teil 2 - Entwicklung der Feuerwehren und ihre Alarmierung
Im ersten Teil der Serie drehte es sich um die Entstehung der Wächtersbacher Feuerwehren. In Teil 2 geht es um die aktuelle Entwicklung und die Alarmierung der Feuerwehren.
Die Anschaffung neuer Fahrzeuge bzw. neuer Ausrüstung ist nach wie vor ein aktuelles Thema, denn nach etwa 30 Jahren werden die Einsatzfahrzeuge ausgemustert, aber auch neue Fahrzeuge müssen beschafft werden, da sich Wächtersbach und seine 7 Stadt-teile immer weiter entwickeln. So wurden 1995 und '96 im Rahmen des Katastrophenschutz in Wächtersbach ein Gerätewagen Gefahrgut (GW-G) und ein Schlauchwagen (SW-2000) stationiert, 2004 löste das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) den 20 Jahre alten Rüstwagen (RW) und das gleichalte Löschfahrzeug (LF) 8 ab. 2007 wurde durch das Land Hessen ein alter Ford Transit durch einen Mercedes Sprinter ersetzt, der die Funktion als Gerätewagen Strahlenspürtrupp ab jetzt ausüben wird. Ebenso geht auch die Entwicklung bei den Stadtteilen weiter, so wurde 2006 im Rahmen der Landesbeschaffungsmaßnahme das über 30 Jahre alte LF 8 aus Aufenau durch ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF) 10/6 ersetzt.
Hiermit startet eine kleine Serie rund um die Feuerwehren der Stadt Wächtersbach. Beginnend mit der Geschichte der Feuerwehren geht es in den nächsten Teilen weiter mit den Vereinen der Feuerwehr, Alarmierung, Ausbildung, Ausrüstung und Ausstattung
Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Wächtersbach fängt im Herbst 1871 an. Damals haben 27 Männer des Turnervereins die Freiwillige Turnerfeuerwehr gegründet. Nach der Gründung stieg die Anzahl der Mitglieder auf 120 Männer. Eine beeindruckende Zahl, wenn man bedenkt, dass Wächtersbach zu diesem Zeitpunkt nur rund 1200 Einwohner hatte. Die Recherchen ergaben, dass einige Jahre später, 1887, die Freiwillige Feuerwehr Hesseldorf gegründet wurde, 1892 folgte die Freiwillige Feuerwehr Weilers, danach die anderen Stadtteile. Allerdings standen die Feuerwehren früher auch schon vor dem Problem, genügend Mitglieder zu finden. So wurde während dem 1. Weltkrieg zwischen 1914-18 die Feuerwehr Wächtersbach durch Mitglieder der Pflichtfeuerwehr unterstützt, im 2. Weltkrieg durch Jugendliche ab 14 Jahren. 1931 verfügte Wächtersbach bereits über eine bestehende Jugendfeuerwehr. In Aufenau wurden 1932 mit einigen Mühen genügend Männer für die Freiwillige Feuerwehr gefunden, die ganzen Jahre zuvor gab es nur eine Pflichtfeuerwehr.
In den ersten vier Teilen ging es um die Entstehung der Feuerwehren der Stadt Wächtersbach, ihre Aufgaben, die Feuerwehrvereine, wie die Feuerwehren alarmiert werden und die Ausbildungen der Feuerwehren. Im 5. Teil der Serie geht es um die technische Ausrüstung der Feuerwehren.
Während früher (motorisierte) Pumpen, Schläuche und Strahlrohre für die Feuerwehren ausreichend waren, gibt es heute eine ganze Reihe an unterschiedlichen Fahrzeugen mit unterschiedlicher Beladung, je nach Anforderungen und Einsatzgebiet.
Allerdings besteht die Ausrüstung aller Feuerwehren grundsätzlich aus Fahrzeugen zur Bekämpfung von Bränden, dazu zählen Tragkraftspritzenfahrzeuge (TSF), Löschgruppen- und Tanklöschfahrzeuge (LF bzw. TLF). Alle diese Fahrzeuge haben eine Feuerlöschpumpe, entsprechendes Schlauchmaterial, Strahlrohre, Atemschutzgeräte, Leitern und je nach Ausführung auch einen Löschwassertank an Bord. Je nach Ausführung der Fahrzeuge unterscheidet sich die Größe der feuerwehrtechnischen Beladung, die Größe des Löschwassertanks oder die Fördermenge der Feuerlöschpumpe, aber auch die Anzahl der Besatzung. So gibt es Fahrzeuge mit 3 Mann (oder auch Frauen) Besatzung (Trupp), 6 Mann (Staffel) oder 9 Mann (Gruppe). Zusätzlich zur Ausrüstung, die der Brandbekämpfung dient, sind auch Kettensägen, Tauchpumpen und Geräte zur Beseitigung von Unwetterschäden sowie Material zur Absicherung von Unfallstellen vorhanden.