Offizielle Übergabe des Sicherheitszentrums ++Update++

Innenminister Volker Bouffier und Bürgermeister Rainer Krätschmer stellen Sicherheitszentrum Wächtersbach in Dienst

Feierliche Schlüsselübergabe an Feuerwehr, Polizei und DRK-Rettungsdienst

Wächtersbach. Rund 150 geladene Gäste waren der Einladung der Stadt Wächtersbach gefolgt. Zahlreiche Vertreter aus den Feuerwehren, der Polizei sowie dem Rettungsdienst und dem DRK hatten sich pünktlich um 17.00 Uhr im neu errichteten Sicherheitszentrum in Wächtersbach Innenstadt eingefunden.

 

Bürgermeister Rainer Krätschmer hatte zuvor gemeinsam mit Stadtbrandinspektor Markus Metzler die Ehrengäste im Foyer empfangen und begrüßt, danach begann im großen Gemeinschaftsraum der Stützpunktfeuerwehr die offizielle Eröffnungszeremonie.

 

Wächtersbachs Bürgermeister Rainer Krätschmer freute sich darüber, als seine Gäste den Hessischen Staatsminister des Innern und Sport Volker Bouffier sowie den Ersten Kreisbeigeordneten Günter Frenz begrüßen zu können. Herzlich begrüßte er Dr. Rolf Müller als örtlichen Landtagsabgeordneten und Jörg Lotz, der als Architekt und Planer zum Gelingen des neuen Bauwerks die Fänden in Händen hielt. Als Vertreter der zukünftigen Nutzer des neuen Gebäudes begrüßte Krätschmer stellvertretend für die Polizei Herrn Polizeipräsidenten Heinrich Bernhardt vom Polizeipräsidium Südosthessen, für das Deutsche Rote Kreuz den DRK-Kreisvorsitzenden Heiner Kauck sowie Stadtbrandinspektor Markus Metzler für die Feuerwehr Wächtersbach. Ebenso richtete er seine Dankesworte an die Firmen und Verbände, die mit ihrem Know-how, finanzieller Unterstützung und Engagement dazu beigetragen haben, dass das Sicherheitszentrum gebaut werden konnte. Bedankt hat sich Bürgermeister Rainer Krätschmer auch bei den politischen Gremien und Genehmigungsbehörden für die Unterstützung zur Umsetzung des Sicherheitszentrums Wächtersbach. Stolz sei er auf das Erreichte und wünschte den zukünftigen Nutzern alles Gute für die Ausübung Ihrer Arbeit zum Wohl der Menschen in Wächtersbach und der Region.

 

Hessens Innenminister Volker Bouffier überbrachte die Grüße der Hessischen Landesregierung, stellvertretend auch für den örtlichen Landtagsabgeordneten Dr. Rolf Müller und ging in seiner kurzweiligen Ansprache unter anderem auf die Kernaufgaben gemäß der Gesetze ein. In Erinnerung brachte er dabei den Umstand, dass über 98 Prozent dieser Leistungen gegenüber unserer Bevölkerung durch freiwillige und ehrenamtliche Tätigkeiten erbracht werden. Leib und Leben sowie der Erhalt unseres Hab’ und Gutes liegen in den Händen von noch nicht einmal zwei Prozent Menschen, die dazu bereit sind, ihre Freizeit, ihr Können und ihre Kraft in den Dienst ihrer Mitmenschen zu stellen – bei den Rettungsdiensten, der Feuerwehr, den Sicherheitsdiensten und seit kurzem auch durch den Freiwilligen Polizeidienst in Wächtersbach und weiteren 99 Kommunen. Aber, das gab der Minister zu bedenken, die demographische Entwicklung fordert das Umdenken in unserer Gesellschaft – in wenigen Jahren werden die derzeit Aktiven aus dem Dienst in der Feuerwehr, dem Roten Kreuz, dem THW und den vielen weiteren Verbänden aus Altersgründen ausscheiden und deshalb sei es wichtig für ausreichenden und qualifizierten Nachwuchs in den Organisationen zu werben. Als den „Idealfall der Gefahrenabwehr umgesetzt“ bezeichnete er die neue Wächtersbacher Einrichtung.

 

Erster Kreisbeigeordneter Günter Frenz gratulierte im Namen des Main-Kinzig-Kreises, den beteiligten Fachbehörden und den politischen Kreis-Gremien. Er hob die Wichtigkeit dieser Einrichtung für Wächterbach und darüber hinaus für die angrenzende Region hervor. Die gute Zusammenarbeit der Stadt Wächtersbach und insbesondere ihres Bürgermeisters mit dem Main-Kinzig-Kreis und den weiteren Entscheidungsebenen zeige sich auch hier wieder in dem fertig gestellten Gebäude. Es sei die unkomplizierte Arbeitsweise, das Agieren auf kurzen Wegen, die die gute Zusammenarbeit zwischen ihm und Rainer Krätschmer ausmache. Aber, meist koste es den Main-Kinzig-Kreis auch was, wenn der Bürgermeister um einen Termin bitte, bemerkte der Erste Kreisbeigeordnete mit einem Schmunzeln. So beteilige sich der Main-Kinzig-Kreis mit einer Summe von 140.000 Euro am Sicherheitszentrum, wovon Günter Frenz am Ende seiner Ausführungen eine Teilsumme an Bürgermeister Rainer Krätschmer überreichte.

 

Jörg Lotz als Planer aus dem gleichnamigen in Wächtersbach ansässigen Ingenieurbüro ging in seiner kurzen Ansprache auf die Entstehungsgeschichte ein. Er erläuterte die Gesamtkosten von rund 1,5 Mio Euro bei einer Beteiligung des Landes von 280.000 Euro und einem Kreiszuschuss von 140.000 Euro, die übrige Summe trägt die Stadt Wächtersbach. Insbesondere dankte er allen ausführenden Firmen und den verantwortlichen Planungsbehörden für die gute Arbeit. Er rief die Gäste auf, die im Anschluss an die Feierstunde angebotenen Rundgänge durch die einzelnen Fachbereiche rege in Anspruch zu nehmen. Insgesamt konnte er auf eine reibungslose Bauphase und eine zügige Umsetzung verweisen. Nach nur 18 Monaten Bauzeit kann das Sicherheitszentrum seiner Bestimmung übergeben werden. Als Geschenk an die Stadt Wächtersbach ließ die Firma Lotz AG ein Fliesenbild, das Tätigkeiten der Feuerwehr darstellt, anfertigen. Es ist bereits in den Boden im Eingangsbereich der Feuerwehr eingelassen.

 

Minister Volker Bouffier führte gemeinsam mit Bürgermeister Rainer Krätschmer die feierliche Schlüsselübergabe an die drei Sicherheitsdienste Feuerwehr, Polizei und DRK-Rettungsdienst durch. Unser Bild zeigt Ersten Kreisbeigeordneten Günter Frenz, Stadtbrandinspektor Markus Metzler, Planer Jörg Lotz, Bürgermeister Rainer Krätschmer, Staatsminister Volker Bouffier, Polizeipräsident Heinrich Bernhardt, Leiter der Polizeistation Gelnhausen EPHK Norbert Schikowski, DRK-Kreisvorsitzender Heiner Kauck.

 

Stellvertretend für die Polizeikräfte sprach Polizeipräsident Heinrich Bernhardt vom Polizeipräsidium Südosthessen seinen Dank an die Stadt Wächtersbach aus, dass diese für den Polizeiposten und die Freiwilligen Polizei im Sicherheitszentrum Diensträume geschaffen habe. Er betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Main-Kinzig-Kreis, aber insbesondere auch die gute Zusammenarbeit mit Bürgermeister Rainer Krätschmer und der Stadt Wächtersbach. Seine Beamten fühlten sich wohl in Wächtersbach und die Arbeit für die Stadt Wächterbach und den Main-Kinzig-Kreis bezeichnete er als „sehr eng und sehr nah“.

 

DRK-Kreisvorsitzender Heiner Kauck sprach in seinen Grußworten die Wichtigkeit des Rettungsdienstes vor Ort an. Wächtersbach war schon einmal Standort eines „Krankenwagens“, damals nahm üblicherweise der örtliche „Krankenwagenfahrer“ nach Dienst seinen Wagen mit nach hause und wurde jeweils durch den Wächtersbacher Bahnwärter für einen Einsatz alarmiert, weil dieser schon über eine Telefonverbindung verfügte. Danach sei für einige Jahre der Rettungsdienst zentralisiert worden und Wächtersbach als Standort damit außen vor gewesen. Nun sei Wächtersbach wieder Standort und mit dem Sicherheitszentrum eine hervorragende Platzierung gelungen. Nicht nur die Fahrzeugunterbringung ist funktional sehr gut und technisch auf dem neuesten Stand, sondern auch die Einsatzkräfte haben einen modernen Aufenthaltsraum erhalten, in dem sie sich wohl fühlen können.

 

Stadtbrandinspektor Markus Metzler sprach von einem langen Weg, und dem freudig entgegen gefiebertem Ziel mit der heutigen Indienststellung. Rund 34 Jahre besteht die Stützpunktfeuerwache bereits. Im Jahr 1995 wurde von Bürgermeister Rainer Krätschmer und Hans Metzler, dem damaligen Stadtbrandinspektor, die Idee zu einem Sicherheitszentrum geboren, und nun nach einer recht kurzen Bauphase ist das Projekt erfolgreich umgesetzt worden. Ein Funktionsgebäude, das allen Bedürfnissen und Belangen der Organisationen Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst entspricht. Damit wurde in Wächterbach ein Weg beschritten, der zukunftsweisend ist und anderen Kommunen zum Vorbild werden wird. Die Baustelle war zeitweise die zweite Heimat für zahlreiche Feuerwehrleute – deshalb ging sein ausdrücklicher Dank an die Einsatzabteilungen der Feuerwehr für ihre hervorragende Hilfe und die unentgeltlich geleistete Arbeit. Die Einsatzabteilung erbrachte rund 1200 Arbeitsstunden – zusätzlich und neben dem eigentlichen Einsatzdienst. Dem Feuerwehrverein dankte Markus Metzler auch für die Bereitstellung von rund 22.000 Euro, damit konnten unter anderem die Küche, der Video-Beamer mit Leinwand und weitere Ausstattungsgegenstände angeschafft werden.

 

Die in Wächtersbach ansässige Firma Eichhorn/Desk Concept übernahm die kostenlose Ausstattung der im Erdgeschoss befindlichen Einsatzzentrale mit dem Einsatzleittisch. Die Fürstliche Brauerei unterstützte tatkräftig bei der Ausstattung des großen Gruppenraums im Ersten Stock. Markus Metzler dankte den beiden Firmen stellvertretend für alle Spender und Unterstützer für deren Engagement, damit konnten viele Steuergelder gespart werden.

 

Am Ende hob Stadtbrandinspektor Markus Metzler noch einmal die gute Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Lotz, dem städtischen Bauhof und dem städtischen Bauamt, hier dem verantwortlichen Bauamtsleiter Wolfgang Schmidt sowie allen am Bau beteiligten Firmen und Behörden im Main-Kinzig-Kreis und der Hessischen Landesegierung hervor und sprach seinen Dank dafür aus. Er schloss mit einem Zitat an die anwesenden Gäste: „Wir wollen nicht Lob, nicht Ruhm, nicht Ehr. Wir wollen im Kleinen und im Stillen – Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr, getreulich unsere Pflicht erfüllen.

 

Nach weiteren Grußworten durch Karl-Heinz Rothländer, der die Grüße und Glückwünsche des Kreisfeuerwehrverbands Main-Kinzig überbrachte schloss die Runde der Redner Wilfried Wilhelm als Ortsvorsteher Innenstadt ab. Wilfried Wilhelm betonte, er wolle es nicht versäumen, insbesondere als Chef der Messe Wächtersbach GmbH die Grüße und Glückwünsche zu überbringen. Gerade während dieses alljährlich bedeutenden Ereignisses, wo die Stadt Wächterbach rund 60.000 Gäste neben den Ausstellern und daran beteiligten Gruppierungen begrüßen darf, kann er sich auf die Hilfe und die qualifizierte Arbeit der Hilfsorganisationen wie Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst mit Rotem Kreuz verlassen. Dafür bedankte er sich noch einmal ausdrücklich, um dann am Schluss an Markus Metzler ein lustiges Holzbild mit der Bezeichnung „Brenna tuat’s“ für den Gruppenraum bestimmt, zu überreichen.

 

Im Anschluss an den offiziellen Teil begaben sich die Gäste in die einzelnen Gebäudeteile, um sich zur Ausstattung und Funktionalität zu informieren. Zu allen Räumen war der Zutritt erlaubt und so wurde gerne die Möglichkeit wahrgenommen, die Polizei, das Rote Kreuz und die Feuerwehr „zu besuchen“

Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und so nahmen die Gäste die Gelegenheit wahr noch eine Weile zusammen zu stehen und ins Gespräch zu kommen. Die Feuerwehr hatte die Betreuung der Gäste übernommen und für kalte Getränke gesorgt. Die Erfrischungsgetränke nahmen die Gäste in der Fahrzeughalle gerne entgegen - machte doch der Sommer mit rund 30 Grad noch einmal alle Furore . . . während der Indienststellung des neuen Sicherheitszentrums Wächtersbach an diesem 24. August 2007.

 

 
 
 
 

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