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Montag, 15.08.05 - 15:08 Uhr - Großbrand

Großbrand zwischen dem Wächtersbacher Schwimmbad und Neudorf

Lage:

Der Einsatz der Feuerwehr Wächtersbach begann am Montag, dem 18.08.2005 um 15:08 Uhr. Es war ein Kleinbrand gemeldet und gemäß Alarmplan wurden die Wehren Neudorf und Wächtersbach alarmiert. Durch die Durchsage erfuhren die Kameraden, dass mehrere Strohrundballen zwischen Neudorf und dem Wächtersbacher Schwimmbad brennen.

Allerdings wurden schon auf der Anfahrt weitere Feuerwehren nachalarmiert, da die Ausmaße des Feuers schon von weit zu erkennen waren.
Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Wächtersbach Innenstadt, Aufenau, Hesseldorf, Neudorf, Bad Orb und Gelnhausen Innenstadt.
Die Feuerwehr Hailer zu diesem Zeitpunkt gerade einen Einsatz auf der BAB 66 beendet und so konnte das TLF 24/50 direkt zu seinem nächsten Einsatz durchstarten. Ähnlich verhielt es sich mit dem TLF 16/25 der Feuerwehr Büdingen, dieses war aufgrund einer Einweisungsfahrt ebenfalls in der Nähe der Einsatzstelle und bot umgehend seine Unterstützung an. Allerdings musste keines der beiden Fahrzeuge in das Einsatzgeschehen eingreifen.

Die Wasserversorgung wurde mittels zwei FP 8/8 der Stadteile Neudorf und Hesseldorf sowie einem der TLF 16/25 sichergestellt. Die beiden FP saugten sich ihr Wasser aus der Bracht, das TLF 16/25 wurde über das Ortsnetz gespeist. Das 2. TLF 16/25 bediente sich auch mittels Saugleitung aus einem kleinen Kanal, allerdings wurde es frühzeitig aus dem Einsatz herausgelöst.
Weiterhin speisten das TLF 16/25 und das TLF 24/50 (mit jeweils 2.500 respektive 5.000 Liter Wasser) der Feuerwehr Bad Orb ihr Wasser mit in die aufgebaute Wasserversorgung.

Aus Gelnhausen rückte der ELW 2 (Einsatzleitwagen 2) des Main-Kinzig-Kreises an und übernahm in Verbindung mit den Führungskräften aus Wächtersbach die TEL (Technische Einsatz-Leitung) an der Einsatzstelle und die Kommunikation mit der Leitstelle Main-Kinzig.

Es zeigte sich aber schon kurz nach Einsatzbeginn, dass die Strohballen nicht mehr zu retten sind und dass es aus mehreren Gründen sinnvoller ist, diese kontrolliert abbrennen zu lassen.
Der Grund: Wasserzugabe bewirkt eine langsamere Verbrennung mit höherem Schadstoffanteil und mehr Schadstoffeintrag in den Boden (durch das Löschwasser), während eine sauerstoffreichere Verbrennung eine höhere thermische Schadstoffreduzierung und bessere Verteilung zur Folge hat.
Somit wurde "lediglich" die Stromleitung (20 kVA Freileitung) mittels eines C-Rohres und später mit dem Wasserwerfer des TLF 16/25 gekühlt.

Da der Wind öfters drehte, führten der Gerätewagen Strahlenspürtrupp; (GW StrSpTr) und der Gerätewagen Gefahrgut (GW-G) permanente Messungen der Umgebungsluft durch und dadurch wurde sichergestellt, dass das angrenzende Wohngebiet und das Schwimmbad samt Besuchern keiner Gefahr durch Rauch oder andere Giftstoffe ausgesetzt waren, diese waren schlichtweg nicht vorhanden .

Gegen 18:00 wurde damit begonnen, die ersten Löschfahrzeuge aus dem Einsatzbeginn herauszulösen. Der Grund hierfür: Die Einsatzfähigkeit musste wieder hergestellt werden, um auf mögliche Einsätze vorbereitet zu sein.
Dafür wurde zuerst das HLF 20/16 und anschließend das erste TLF 16/25 von der Einsatzstelle abgezogen und auf dem Stützpunkt wieder mit Schläuchen und anderem Material ausgerüstet.

So wurden bis 21:00 Uhr alle noch verbliebenen Stadtteil-Feuerwehren, die Feuerwehren Gelnhausen und Bad Orb sowie die restlichen Fahrzeuge der Innenstadt aus dem Einsatz herausgelöst.

Bis zum Einsatzende am Dienstag Morgen war nur noch die Feuerwehr Neudorf mit einem TSF und MTF vor Ort, sowie dem Lichtmastwagen (Lima) aus der Innenstadt.

Zusätzlich war das THW Wächtersbach vor Ort um die Einsatzstelle über Nacht auszuleuchten.

Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf um die 25.000€, ob es sich dabei um Brandstiftung handelt und wieso genau das Feuer ausgebrochen ist, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt unklar.



Während des Einsatzes, bis zum herauslösen der ersten Löschfahrzeuge, wurde der Brandschutz für Wächtersbach und alle unteren Stadtteile durch die Feuerwehr Weilers sichergestellt, die einsatzberet am Gerätehaus in Wächtersbach waren.

Die K924 zwischen der Abzweigung am Schwimmbad war bis zum Ortseingang Neudorf komplett gesperrt, da mehrere 100m B-Schläuche über die Fahrbahn verlegt waren. Die Sperrung erfolgte durch 2 Streifen der Polizei (Schwimmbad) und die Straßenbauverwaltung (Neudorf).

Update:
Seit etwa 10 Uhr ist das Feuer aus, die Einsatzstelle wurde dem Besitzer übergeben. Die Nachtwache der Feuerwehr Neudorf sowie des THW Wächtersbach, das auch mit 8 Mann vor Ort war (um Mittels der 3 ";Power Moon"-Scheinwerfer die Einsatzstelle auszuleuchten) konnten wieder auf ihre Stützpunkte zurückkehren.

 

Eingesätze Kräfte:
TLF 16/25
TLF 16/25
HLF 20/16
ELW 1
GW-N
GW-G
GW-StrSpTr
Lima
 
Feuerwehr Aufenau:
LF 8
GW
MTF
 
Feuerwehr Neudorf:
TSF
MTF
 
Feuerwehr Hesseldorf:
TSF
MTF
 
Feuerwehr Bad Orb:
TLF 16/25
TLF 24/50
MTF
 
Feuerwehr Gelnhausen:
ELW 2
MTF
 
Feuerwehr Büdingen:
TLF 16/25
 
Feuerwehr Hailer:
TLF 24/50
 
THW Wächtersbach:
GKW I (Grätekraftwagen 1)
GKW II (Grätekraftwagen 2)
IKW (Instandsetzungskraftwagen bzw.) MLW (Mannschaftstransportkraftwagen)
Fahrzeug der Fachgruppe Sprengen
Notstromaggregat auf Anhängen

 

Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Wächtersbach

 

 
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